Tatort Stadion, Rassismus und Diskriminierung im Fußball - Bilanz der Ausstellung in München vom 09.07.2002 bis zum 26.07.2002
In unglaublich kurzer Zeit hat die unabhängige Faninitiative LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS die Ausstellung TATORT STADION, Rassismus und Diskriminierung im Fußball und das Rahmenprogramm dazu auf die Beine gestellt.
Ein kleines Organisationsteam hat sich die Aufgaben geteilt. Eine Gruppe kümmerte sich um die Münchner Stellwand, die andere um die Führungen vor Ort, die nächste um die Koordination der Gesamtorganisation. Die Verwaltung der Finanzen und die Information und Betreuung von Vereinen und Schulen war notwendig. Das Presse-Team war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ein Team sorgte für Technik und Equipment und eine Gruppe war für die Planung des Rahmenprogramms zuständig. Das alles schafften die LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS in kürzester Zeit, denn bis zur Eröffnung der Ausstellung am 09. Juli 2002 hatten sie gerade mal 2 1/2 Monate Zeit, das Geld, den Raum und die Unterstützer aufzutreiben, um dann alles Notwendige in Angriff nehmen zu können.
Unterstützung durch die Stadt München (Jugendamt und Kreisverwaltungsreferat), die DGB-Jugend, das Fanprojekt München und das Kulturzentrum Einstein sowie von vielen kleinen anderen Unterstützern war dringend notwendig, denn so ein Projekt konnte diese Initiative nicht alleine stemmen. An dieser Stelle den Verantwortlichen und Beteiligten für ihr Engagement und ihre Begeisterung ein herzliches Dankeschön!

Der SPD-Abgeordneter Dr. Peter Hahnzog, Vorsitzender des Ausschusses
für Verfassungs-, Rechts- und Parlaments-fragen des Bayerischen Landtags,
sowie Sprecher der SPD-Fraktion für Fragen der Ausländerpolitik,
während der Eröffnungsveranstaltung in München.
Allen Künstlern und Musikern, die die Ausstellung mit begleitet haben, danken die LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS ebenso herzlich. Ohne die "Fraunhofer Saitenmusik", "Klaus Kreuzeder", "Helmut Ruge", die Lektoren des "Kunstmann-Verlages" und die "Münchner Kammerspiele mit Andreas Grothgar, Stefan Zinner und Martin Butzke" wäre die Ausstellung nicht so unterhaltsam gewesen. Farbig wurde die Ausstellung durch die Unterstützung von "Bunt kickt gut" und den "Harras Bulls", die mit ihrem Ballzauber die LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS und die Zuschauer begeistert haben. - Bunt kickt einfach wirklich gut!
Erwähnenswert sind allerdings einige kritische Aspekte zur Ausstellung: Die Lage des Ausstellungsraumes ließ nahezu kein Laufpublikum zu. All diejenigen, die die Ausstellung besuchten, kamen gezielt durch Empfehlungen und Mundpropaganda. Da die Presse in München, bis auf die Süddeutsche Zeitung, die kleinen Wochenblätter der einzelnen Stadteilbezirke und das "in münchen", gar nicht berichtet hat, war von Breitenwirkung nichts zu merken. Die Abendzeitung hat es sogar zustande gebracht, starkes Interesse bei der Pressekonferenz zu bekunden und den Ausstellungsmachern und Unterstützern "Löcher in den Bauch" zu fragen, um sich dann bei der Nachfrage, wann denn etwas erscheine, gänzlich verleugnen zu lassen.

Ausstellungs-Exponat hinter Gittern - auch die Öffentlichkeit wurde
teilweise "ausgesperrt".
Auch von offizieller Seite der Vereine muß man die Abstinenz jedweder Unterstützung besonders hervorheben. Trotz mehrfacher Versuche, den TSV und den FC Bayern für die Ausstellung zu gewinnen, war dies nicht möglich. Die Vermutung liegt nahe, dass MV's Empfehlung, die Ausstellung Tatort Stadion nicht zu unterstützen, hier in München sehr ernst genommen wurde.
Positiv war die hervorragende Zusammenarbeit des Organisationsteams mit dem Veranstaltungszentrum "Einstein" und den Sponsoren, ohne die die Ausstellung gar nicht hätte stattfinden können. In der Zeit der Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung ist die Faninitiative LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS zusammengewachsen. Die Jungen und die Alten "LFGR'ler" haben durch die intensive Zusammenarbeit (und auch das Feiern) einen engeren und herzlicheren Zusammenhalt erfahren.
Im Gästebuch, das während der Ausstellung auslag, waren ausnahmslos positive Einträge zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm zu lesen. Viele Menschen bedankten sich für die umfassende Aufklärung zum Thema Rassismus und Diskriminierung im Stadion und wünschen sich diese Ausstellung in den Räumen der Stadt München (Rathaus, Stadtmuseum etc.) wieder einmal sehen zu können, um sie einem breiteren Publikum vorstellen zu können.
Wir, die LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS, hatten viel Freude bei der Zusammenarbeit mit den Sponsoren, Künstlern und den ca. 700 Gästen und Schulklassen.
LÖWEN-FANS-GEGEN-RECHTS
Aktiv gegen rechte Gewalt im Stadion
Kontakt:
Ulla Haiduk, Fabian Stallknecht, Jens Kügler, Tel: 089/127 997 47 ,
Fax: 089/127 997 45 oder 089/189 526 98
Mobil: 0173/881 56 12 oder 0178/5671051 oder 0179/5026970, Mail: ulla@loewen-fans-gegen-rechts.com